Transkript:
Ralf: Joscha Bongard und Silke Müller sind heute bei uns.
Ralf: Endlich wieder Medienerziehungs-Montag. Es ist Montag, der 20. April 2026 und wir melden uns wie gewohnt mit einer neuen Folge des Podcasts "Was mit Medienerziehung", indem es um eine angemessene Form der Medienerziehung in Hinblick auf Social Media und Smartphones geht.
Moritz: Hinter diesem Podcast steckt der Verein Smiley e.V. aus Hannover, der Schulklassen besucht, um hier eine verantwortungsvolle Mediennutzung zu diskutieren. Außerdem begleiten wir Eltern, führen Fortbildungsveranstaltungen für Fachkräfte durch. Und mein Name ist Moritz Becker.
Ralf: Und ich bin Ralf Willius. Und bevor wir mit den Rückmeldungen zu unserer letzten Folge beginnen, möchte ich unsere Gäste noch begrüßen. Joscha Bongard und Silke Müller sind heute bei uns.
Silke: Hallo! Schön, dass wir da sein dürfen.
Joscha: Ich freue mich sehr.
Moritz: Herzlich willkommen! Mein Vorschlag wäre, dass wir die Rückmeldung zur letzten Folge am Ende bearbeiten.
Ralf: Das, finde ich, ist eine gute Idee. Widmen wir uns jetzt unseren Gästen und verschieben das auf später dann.
Moritz: Joscha ist der Regisseur des Films Baby Star, der am 23. April in den Kinos startet. In dem Film geht es um die 16-jährige Luca. Lucas Eltern haben als Familien Influencer. So würde ich das mal nennen. Millionen von Followern und Followerinnen an ihrem Familienleben seit der Geburt von Luca auf Social Media teilhaben lassen, sodass Luca mehr oder weniger ungewollt ebenfalls Influencerin wurde. Silke Müller ist Autorin, Bildungsexpertin und niedersächsische Digitalbotschafterin.
Ralf: Leider sind die zwei heute nicht bei uns hier in der Küche, sondern nur digital zugeschaltet.
Moritz: Wie eben schon angedeutet, beschreibt der Film Baby Star das Familienleben der Familie Sommer, die ihren ganzen Alltag auf Social Media posten und damit auch eine ganze Menge Geld verdient haben und ein sehr luxuriöses Leben führen. Und der gesamte Content, der auf Tiktok, Instagram oder YouTube zu finden ist, beschreibt da ein sehr glückliches, harmonisches Familienleben, was zu Beginn der des Films wohl auch tatsächlich sehr harmonisch war. Doch als die Eltern Luca dann eröffnen, dass sie ein zweites Kind planen, bricht für die 16-jährige eigentlich die ganze Welt zusammen Und nach und nach ist sie dann auch nicht mehr bereit, den Wünschen ihrer Eltern zu entsprechen. Und vor der Kamera das zu sagen, was die Eltern gerne hätten, sondern geht dann ihre eigenen Wege, was dann von den Eltern in den entsprechenden Videos mehr oder weniger geschickt vertuscht wird. Joscha Gab es einen ganz konkreten Anlass für diesen Film?
Joscha: Also ich habe mich eigentlich schon sehr lange immer wieder mit Social Media Thema auseinandergesetzt, Auch schon in meinem vorherigen Film, der hieß. Pornfluencer, ging es um ein Paar, was nicht nur eine partnerschaftliche Beziehung führt, sondern auch gemeinsam Pornos macht und die vertreibt und davon lebt. Und generell haben eigentlich immer. Hat eigentlich Social Media immer eine Rolle in meinen Filmen bisher gespielt, auf die eine oder andere Art und Weise und für den Film. Ich wusste schon lange, dass ich auch einen Familienfilm erzählen wollen würde und viel über Familiendynamiken zu erzählen gibt im Generellen. Und dann kam mir, während wir Pornfluencer geschnitten haben, die Idee, weil ich auch aktiv darüber nachgedacht habe, was in den nächsten Jahren so passieren wird. In die Richtung. Film dauert immer fünf Jahre und seit 2012 gibt es Instagram Und jetzt werden die Babys, die es damals auf diesen Plattformen das erste Mal gezeigt wurden, gerade Teenager. Und generell hat mich das sehr beschäftigt und ich hatte das Gefühl, man kann durch diese Zuspitzung der Family Influencer viel über Familie erzählen, aber auch viel über unsere aktuelle Gesellschaft.
Moritz: Das war so mein Gedanke, dass ich überlegt habe ist der Film seiner Zeit voraus. Und dann habe ich aber gedacht Eigentlich nicht, weil ich dann so ein bisschen von mir ausgegangen bin und gehöre wahrscheinlich noch zur letzten Generation von Eltern, die nicht intuitiv mit Social Media groß geworden sind. Aber die Eltern, die zehn Jahre jünger sind als ich. Das ist die Generation, die mit zwölf, 13, ICQ und SchülerVZ genutzt hat. Von daher ist es tatsächlich-
Joscha: Das bin ich tatsächlich.
Moritz: Das bist du?
Joscha: Ja.
Moritz: Erlebst du Eltern in deinem Umfeld, die sich so verhalten wie die Eltern von Luca?
Joscha: Tatsächlich bekommen jetzt in meinem Umkreis gerade erst alle Kinder deswegen. Ich glaube, das beschäftigt die aber auch alle sehr. Meine Schwester ist relativ früh Mutter geworden und da fand ich es auch schon einfach immer interessant, auch wenn die beiden Jungs nicht auf Social Media stattgefunden haben, aber einfach das Fotografieren von Kindern auch schon verändert. Also wie schnell sich ein Kind daran gewöhnt fotografiert zu werden, in Posen geht usw. Das hat mich da schon überrascht auf eine Art oder berührt auch. Und ich glaube, was was jetzt natürlich einfach interessant sein wird, ist zu sehen, wie auch die Jugendlichen sich dann verhalten, wenn sie halt einfach merken, dass sie einfach lange auf Social Media gezeigt wurden. Weil das wird Sie Ihr Leben lang begleiten. Ist meine Prognose.
Ralf: Was Sie als Kind ja gar nicht so anfangs begreifen. Das ist ja bei Luca anfangs die ersten Szenen, die da ist. Für sie hat das ganz normal, das gehört zu ihrem Lebensalltag dazu.
Joscha: Ja, alles, was man in der Familie erlebt, findet man als Kind erstmal normal. Also jedwede Lebensrealität. Und das ist, glaube ich, auch das Krasse natürlich an Kindern, die auf Social Media aufwachsen, dass sie halt das normal finden, ständig für die Kamera da zu sein und ständig Liebe von ihren Eltern für Dinge zu bekommen.
Silke: Ich glaube, da sprichst du was ganz wichtiges an, denn es ist ja tatsächlich nicht nur die Großen, das große Chareting, sozusagen die großen Influencer, sondern es passiert ja im Kleinen, dass Kinder permanent durch Social Media getrieben werden. Ich mache mal ein Beispiel. Ich habe hier gerade eine Diskussion mit einer Sportgruppe, wo es darum geht, dass ich sage Hey Leute, postet doch mal die Gesichter der Kids nicht so offensiv im Netz, vor allem nicht in bestimmten Posen mit sehr figurbetonte Kleidung. Dort gab es dann eine Abfrage, ob man denn weiter posten möchte mit Gesicht oder nicht. Und über die Hälfte der Eltern haben gesagt Ja, ja, posten wir weiter mit Gesicht, so ist doch süß, wenn die Kinder so dargestellt werden. Hat ja auch was mit Wertschätzung zu tun. Hat ja auch was damit zu tun, dass wir stolz sind und Erfolg zeigen. Und ich glaube, man kann den Eltern auch nicht mal vorwerfen, dass sie es böse meinen oder wie auch immer, sondern die sind ja wirklich super stolz, die, die sind super stolz und und wollen das nach außen zeigen. Und ich glaube aber auch, dass sozusagen die psychosozialen Gefahren als auch die realen Gefahren, die was weiß ich, durch Datenklau, durch Manipulation, durch KI usw stattfinden kann. Viel noch nach wie vor überhaupt nicht klar ist. Und deswegen ist es ja so grandios, dass dieser Film jetzt da ist, um einfach mal zu zeigen, was das bedeuten kann.
Joscha: Ja.
Moritz: Ich finde das, was in dem Film so deutlich wird, ist das anders als bei den meisten Eltern, die ich jetzt so im Alltag erlebe, die vielleicht aus so einer Normalität heraus, dass man alles, was man jetzt großartig findet oder worauf man stolz ist, online dokumentiert, um dann aufgrund von Likes sich vielleicht noch mal positiver zu verstärken. Dass in dem Film die Eltern wirklich davon leben. Das ist das ist ein Geschäftsmodell. Und eine Szene, die mich da sehr berührt hat, ist der Moment, wo die Tochter mit der Mutter auf der Gartenliege liegt und die Tochter wird mehr oder weniger gebeten, im Podcast darüber zu sprechen, dass jetzt halt die, dass die Eltern ein neues Baby oder ein zweites Kind ein neues Baby sprechen, auch schon so, als wäre es ein Inventar. Aber das heißt, es geht darum, dass sie halt gebeten wird. Erzähl doch bitte im Podcast, wie es dir geht, dass du ein Geschwisterkind bekommen sollst oder so. Und sie macht sehr deutlich, dass sie das nicht will. Und die Mutter sagt dann Ich glaube mehr oder weniger wortwörtlich Du musst nichts machen, was du nicht möchtest, Aber im Unterton wirklich mit so einer, mit so einem Erwartungsdruck. Das heißt, sie sagt Du musst nichts machen, was du nicht willst, aber wenn du es nicht machst, bin ich mega enttäuscht und es kostet uns viel Geld. Und das ist so das, was ich in dieser. Ich fand es eine wahnsinnig brutale Szene, die das aber wirklich auch verdeutlicht, wie dann das Ganze auch so ein Stück weit wahrscheinlich auch den Eltern einfach entglitten ist.
Joscha: Ja, ich glaube. Man kann da vieles zu sagen. Ich glaube, eine eine Sache, die ich dazu gerne immer sage, ist das ist eine Dynamik, die wir in Familien glaube ich immer sehen auch. Also ich würde gerne, dass du das machst, verpackt in so passiv aggressive Kommunikation.
Silke: Solange es meiner Meinung entspricht und meinem Weg entspricht. Genau.
Moritz: Ich glaube, es ist Alltag, dass die Kinder sich da nicht trauen. Wenn Oma sagt Darf ich das Bild von dir Planschbecken in meinen WhatsApp Status packen? Welches Enkelkind traut sich denn dann zu sagen, ne Oma, das möchte ich nicht Oma.
Joscha: Vielleicht unterstreicht das auch, was das bedeutet oder bedeuten kann. Also ich meine, das ist das können Kinder nicht.
Silke: Zumal wir, glaube ich auch davon ausgehen müssen, dass Kinder sich ja der Reichweite und dessen sozusagen der Konsequenzen überhaupt nicht bewusst sind. Die sehen uns als eine sich selbst darstellende Generation. Also ich sag mal, früher habe ich mit Schülerinnen und Schülern Gespräche geführt, haben die gesagt, Ich sage ihnen auf gar keinen Fall den Insta Kanal von meiner Mutter ist ja so peinlich, wie sie sich da präsentiert. Also Kinder kriegen schon mit, wie sich Erwachsene im Netz zeigen, aber sie kriegen genauso mit, dass es dazugehört in der Schule. Es gibt auch ganz, ganz viele Schulen, die Instagramkanäle haben, um sich irgendwie zu bewerben. Sportvereine sowieso. Dann die Privatkanäle, dann die Tiktok Kanäle, wo die Kids tanzen und irgendwie so das Gefühl haben, gesehen zu werden, hat etwas mit Wertschätzung zu tun. Und dann das sozusagen in den Konsequenzen abzuschätzen, Was bedeutet das für mich, für mein langes Leben, was ich hoffentlich habe? Ich meine, wir sagen immer nichts verschwindet wieder aus dem Netz. Aber das wirklich abschätzen zu können, ist ja unglaublich schwierig. Und ich finde das in diesem Film auch mit mit. Ich will ja nicht zu viel spoilern, aber auch mit sozusagen unterschwelligen Erfüllung von Wünschen, die ein Kind vielleicht schon lange hat, damit man weiter mitmacht. Da muss man einfach sagen, dass es für die Kinder, wenn sie in einer solchen Realität aufwachsen, die wollen ihre Eltern nicht enttäuschen und wenn es halt normal ist, dann machen sie halt mit, selbst wenn es Störgefühl ist. Und das überträgt sich auf die Influencer, auf das Kind genauso wie im ganz normalen Haushalt. Und das macht es so deutlich in dem Film, dass man das mal aus Kinderperspektive erlebt und dass man sieht okay, wie gehen wir eigentlich mit Kids und Jugendlichen um, die ein deutliches Störgefühl haben und wir lassen das nicht zu? Es ist ehrlicherweise ziemlich brutal, was man da so erlebt, aber sehr, sehr aufrüttelnd.
Moritz: Also ich fand den Film einfach vom Künstlerischen her total ansprechend. Also ich hatte das Gefühl, das ist die Art und Weise, wie auf der einen Seite der ruhige Teil des Alltags, dieser sehr hektische Teil, der dann auf Social Media stattfindet. Und ich würde sagen, das ist oder ich kann das nicht beurteilen, Aber das reicht ja als Rechtfertigung, einen Film zu machen. Einfach zu sagen, das ist einfach jetzt ein ganz großes Kunstwerk. Joscha War euer Ansinnen auch über die Konsequenzen des Handelns aufzuklären. Also habt ihr da einen pädagogischen Auftrag gesehen?
Joscha: Ich glaube, wenn man Filme macht, dann ist man erstmal gut beraten, dass man nicht in einen didaktischen Film von Anfang an machen möchte, Weil man muss über Emotionen Menschen berühren und nicht über. Also es gibt bestimmt auch tolle pädagogische Filme, aber ich glaube, grundsätzlich war es mir nicht der erste Ansatz zu sagen, wir müssen auf dieses. Also ich bin kein Aktivist, sondern Filmemacher so und und sehe mich glaube ich auch so und ich habe natürlich Haltung und die möchte ich in meinen Filmen auch klar machen. Aber ich möchte zum Schluss trotzdem, dass jede Person sich über die Filme und über das, was da passiert, ihre eigenen Gedanken machen kann. Und manches ist bestimmt unsubtil, aber ich mag schon auch subtil darauf hinweisen in kleinen Dingen, wie ich Sachen sehe. Und ich glaube, das, was Silke gerade auch noch mal angesprochen hat mit der Aufmerksamkeitsökonomie, in der wir leben, also dass man eigentlich das alles, was Aufmerksamkeit ist, viel wert ist. Das ist etwas, da sieht man wieder ganz klar, dass wir natürlich einfach in so einem Spätkapitalismus leben, der halt super entfesselt ist, wo eigentlich nur Leute, die entweder Geld oder Aufmerksamkeit haben, wertvoll sind. Und ich glaube, das ist eigentlich mit das Schlimmste, was wir jungen Menschen gerade mitgeben dass Leute, die Aufmerksamkeit bekommen, automatisch cool sind. Und das nur, wenn man reich ist, man ein guter Mensch ist. Weil das stimmt so einfach nicht. Und das kann auch ganz schnell faschistoid werden, wenn man das mal weiterdenkt.
Moritz: Ja, also das habe ich gespürt beim Betrachten des Films. Silke würdest du sagen, es ist ein Film, der zur Aufklärungsarbeit beitragen kann?
Silke: Unbedingt. Also ich habe heute bei Social Media einen Post darüber gelesen, wo jemand sagt Oh Gott, das muss jede Schulklasse sehen. Und ehrlicherweise muss der an jedem Elternabend gezeigt werden. Und so ähnlich empfinde ich das auch. Weil er einfach auf eine. Du hast es Joscha ja gerade so schön gesagt, auch auf eine subtile Art und Weise tatsächlich die Menschen aufrüttelt. Das heißt, es ist ja nicht der erhobene Zeigefinger, sondern das ist eine Geschichte, die erzählt wird, wo man eigene Gefühle entwickelt. Und es regt sehr zum Nachdenken an und ich glaube, deswegen teile ich diesen Gedanken, dass es auch Schulklassen sehen müssen, dass es auch darum geht, Jugendliche zu sensibilisieren, was es bedeutet, einfach, wenn man nicht nein sagt, wenn man nicht sozusagen eine persönliche Meinung und Haltung entwickelt zu Öffentlichkeit. Und gleichzeitig entwickelt sich für mich und ich glaube, das können viele dann teilen, auch so dieses Gefühl. Was waren das früher mal für schöne Zeiten, als wir vier Freunde hatten, um die wir uns wirklich kümmern mussten. Und ein Freundeskreis von 40 vielleicht, die noch dazu kamen, aber nicht 4000 Follower, wo ich am Ende nicht weiß, wen soll ich denn anrufen, wenn es schwierig wird? Und ich glaube, dass dieser Film unglaublich zur Aufklärung beiträgt, weil er erzählt. Das heißt, es ist nicht jemand, der sich wieder in so wie ich das auch gerne mal in Instapost herstelle, wie smiley e.V. macht und sagt wir machen hier mal Prävention usw. Die Leute sind ja auch satt von Informationen und plötzlich hast du einfach eine erzählte Geschichte, wo du dich zurücklegen kannst, wo du Gedanken haben kannst, wo du übrigens auch einfach Gefühle entwickeln darfst. Und das gibt es viel zu wenig. Insofern ist es grandios, dass es diesen Film jetzt gibt.
Moritz: Silke Das, was du gerade beschrieben hast, habe ich auch so empfunden, weil es nicht nur ein Film ist über die Familie oder das Familienleben. Das was, Joshua Du hast es ja auch schon angedeutet, sondern ich finde, es ist ein bissiger Film, auch über generell Content Creator oder über Influencerinnen und Influencer. Also das heißt, es ist ja generell auch ein Film über Social Media, nicht nur über Familien. Und wie reagieren Content Creatorinnen und Creator oder über Influencerinnen Influencer auf diesen Film? Also Joshua, hast du mit welchen gesprochen, die sich dann vielleicht ein Stück weit auch wiederfinden oder erwischt finden, fühlen?
Ralf: Oder angegriffen?
Joscha: Da bin ich gespannt drauf. Tatsächlich auf die Reaktion. Ich habe ja früher auch im YouTube Bereich gearbeitet, das heißt ich kenne auch ein paar Leute. Ich habe lustigerweise in Toronto bei der Weltpremiere einen Influencer vor der Premiere kennengelernt und sie dann eingeladen. Und die fanden das irgendwie cool. Die haben den Film gerne geguckt. Ich hatte danach noch mit den netten Abend, aber ich bin auf die Konversation gespannt. Aber im Endeffekt, ganz ehrlich ich finde auch nur Influencer Bashing zu betreiben ist auch einfach ein bisschen zu einfach, weil wir sind die Menschen, die es zum Schluss konsumieren und das überhaupt erst möglich machen. Also wir als Gesellschaft entscheiden ja, wer groß wird. Natürlich mit den großen Plattformen und deren Algorithmen zusammen. Und was mir auch immer irgendwie wichtig ist, ich finde, ich bin da auch ein bisschen zwiegespalten, um ehrlich zu sein, weil ich finde es schon auch ein valides Argument zu sagen Kinder sind generell in unserer Gesellschaft, rücken immer weiter an den Rand und kriegen keine Aufmerksamkeit oder werden stiefmütterlich auf eine Art behandelt. Und Social Media ist ja schon auch eine. Sollte ja auch eine Reflexion unserer Gesellschaft sein und muss schon auch einen Umgang mit Kindern und dem Darstellen von Kindern finden. Ich finde es nur wahnsinnig schwer, wie das gut gestaltet werden soll.
Silke: Also ich empfinde den Film gar nicht nur als Influencer Bashing, sondern ich finde. Ich ich finde wirklich, das ist eher das gerade was du gesagt hast, die Lobby des Kindes in den Vordergrund rückt. Denn keine Ahnung. Kleiner Exkurs Heute hat der Paritätische Wohlfahrtsverband. Inhalte eines Arbeitspapiers von Bund, Ländern und Kommunen veröffentlicht, wo gestrichen werden soll. Hilfen für Schulbegleitung bei behinderten Kindern, Hilfen für nachschulische Betreuung von Kindern in Wohngruppen. Und so weiter und so fort. Also wirklich überall. Finanzielle Hilfe wird gestrichen. Und wenn du dann überlegst, Wir reden über Social Media Verbote, wo sich Kinder und Jugendliche wahnsinnig drüber aufregen, weil sie sagen Ey, ihr redet nur über uns, aber nicht mit uns. Und wo sind denn übrigens die Alternativangebote, die ihr uns macht? Dann ist da eine gähnende Leere. Und gerade dieser Film gibt den Kindern ja endlich mal eine Stimme, um zu zeigen Okay. Wie ist denn das Leben auf Social Media? Und was kann das im Zweifel auch bedeuten? Und ich glaube, als Gesellschaft, du hast es eben gesagt, müssen wir uns den Spiegel vorhalten. Und wenn das bedeutet, dass ein Elternteil, was einfach unglaublich gerne das Familienleben auf Instagram postet, mal nachdenkt. Es ist genauso wichtig wie kommerzielle Menschen, die wirklich Shareting betreiben an der Stelle. Die, die auch nachdenken müssen. Und das brauchen wir.
Moritz: Aber ich glaube, es ist ja noch viel mehr, was da mit reinspielt, wenn ich jetzt meinetwegen leidenschaftlicher Heimwerker bin. Oder ich habe meine Wohnung umgeräumt oder ich koche irgendwie was ganz besonders Tolles oder betreibe in irgendeiner Form Sport. Und ich bin da stolz drauf. Dann kann ich das Filmen ins Netz stellen und bekomme Likes und bin gleichzeitig Vorbild für andere, die vielleicht dann auch auf Fragen, die sie sich stellen, in meinen Videos Antworten finden. Und das ist ja ein Geben und Nehmen. Und jetzt habe ich vielleicht im Bereich Schwangerschaft, Geburt, Kindererziehung vielleicht noch viel drängende Fragen als zur Einrichtung meiner Wohnung oder wie ich irgendwas koche. Und ausgerechnet dieser wichtige Teil kann dann auf Social Media nicht stattfinden, weil wir uns nicht trauen, Kinder zu filmen. Also das ist so was, wo ich denke, eigentlich ist es, das ist so wichtig, auch da mit anderen Menschen in Austausch zu gehen. Wie bringt ihr eure Kinder ins Bett? Wie fühlt sich das an, wenn die nicht einschlafen können? Und gleichzeitig sage ich aber so Naja, aber Kinder darstellen will ich nicht. Also versteht ihr was ich meine?
Silke: Ja. Ich verstehe das gut. Deswegen. Joscha hat vorhin gesagt, er war wahrscheinlich seiner Zeit voraus, als er den Film geplant hat. Und das stimmt ja in gewisser Weise, denn vor fünf Jahren konnte keiner das Wort generative KI aussprechen, geschweige denn haben wir das gekannt. Auch im Sinne von Ich kann Fotos und Videos verändern. Ich kann. Und es gehört zur Wahrheit dazu, dass wenn ich ein veröffentlichtes Kinderbild habe, dass ich daraus eine kinderpornografische Vorlage machen kann, relativ einfach. Usw. Und du hast eben was Wichtiges angesprochen Kinder sind ja Teil von Social Media. Sie sind übrigens dort ja selber unterwegs und entscheiden ab einem bestimmten Alter auch selbst über ihre digitale Identität, ob sie sie teilen wollen oder nicht. Ich glaube nur einfach, dass der Weg bis dahin sehr viel Aufklärung bedeuten muss und Kinder nicht in die Wiege gelegt werden sollte. Es ist normal, dass du deine digitale Identität postest und dass du damit übrigens auch eine bestimmte Souveränität darüber verlierst. Du weißt ja nicht, was mit deinen Bildern passiert. Und ich meine, dass wir übrigens auch durch positiv KI generierten Content Kinderbilder auch super nachstellen können für solche Aufklärungsvideos, von denen du gesprochen hast. Also bräuchte ich gar keine echten Bilder. Ich glaube aber, dass das Schutz sozusagen erst einmal. Insbesondere in Zeiten wie diesen, wo Kriminalstatistiken im digitalen Raum hochgehen, wo Cyber Kriminologen waren und immer sagen Kinder sind kein Content, Leute. Und das war vielleicht vor zehn Jahren noch anders. Dass wir da hinhören müssen. Und insofern ist es ja so wichtig, einmal zu beleuchten Was ist der psychosoziale Moment für ein Kind, wenn es permanent in die Öffentlichkeit getrieben wird, aber auch gleichzeitig nachzudenken? Okay, wenn das alles zusammenhängt, das macht was mit Kindern. Das ist eine große Gefahr durch KI Manipulation. Wollen wir mal einen Schritt zurücktreten und irgendwie Kinder eben doch ein bisschen mehr Kind sein lassen. Und das, finde ich, bringt der Film super zum Ausdruck.
Moritz: Das heißt im Zweifel für die Kinderrechte und ein bestimmtes Video nicht ins Netz stellen, oder-
Silke: Ja.
Moritz: So stellvertretend KI generierte Bilder ins Netz stellen.
Ralf: Ja, da wäre ich voll dabei und dafür stehe ich auch. Und ich finde, Joscha ist der totale Visionär schon damals gewesen.
Joscha: Ich will auch noch dazu stellen, dass ich glaube, dass Kinder auch durch einfach nur darüber erzählen verletzt werden können. Und das ist, glaube ich auch, was das ist. Also ich glaube, jedes Kind hat erlebt, was passiert, wenn es einem Elternteil ein Geheimnis anvertraut und das weitererzählt wird. Und dieser Vertrauensverlust auf so einer großen Bühne, den noch zu erleben, das kann auch ganz schön hart sein. Also deswegen macht es das super schwierig. Und vor allem, wenn man dann auch noch feministisch darauf guckt und sagt, jetzt kann man mit Carearbeit auch Geld verdienen, indem man sein Leben teilt, was ja auch toll sein kann, weil es Frauen ermöglicht, eine Freiheit zu gewinnen zum Beispiel. Oder nicht in einem Lohn Abhängigkeitsverhältnis zu einer Lohnarbeit zu stehen oder so das. Das sind so viele paradoxe Dinge drin, die widersprüchlich sind. Aber zum Schluss muss man, glaube ich, immer sagen Das Kind ist das Schützenswerte, was wir als Gesellschaft haben. Oder zumindest sehe ich das so.
Moritz: Auf jeden Fall ein Film, der auf ganz vielen Ebenen ja ganz viel beschreibt, wo man sich als als Eltern, als als User auch. Also was du auch gesagt hast. Joscha wir sind ja, wir sind ja die Menschen, die das ermöglichen, indem wir Dinge gucken, aber auch ich mich selber als Vater dann wiedergefunden habe. Also wirklich, fand ich ein sehr gelungener Film. Auch ein Film über Coming of Age.
Joscha: Ja, es ist ein Mix aus ganz vielen Sachen und vielen verschiedenen Genres und Gedanken von vielen Menschen. Auch nicht nur von mir zum Schluss.
Silke: Und trotzdem kann man den gucken und gleichzeitig bleibt einem das Popcorn nur manchmal im Hals stecken und man kann trotzdem einen schönen Kinoabend haben, wenn man den anguckt und den kann man gut mit der ganzen Familie gucken. Das ist ja das Besondere.
Moritz: Ja, ich glaube, er ist ab zwölf oder.
Joscha: Er ist erst ab zwölf. Funktioniert gut. Ja.
Silke: Ja, genau.
Moritz: Joscha Vielen, vielen Dank, dass du Zeit gefunden hast. Ich wünsche dir alles Gute oder euch alles Gute in den nächsten Wochen, wenn der Film dann in die Kinos kommt. Silke Ich habe mich sehr gefreut, mit dir zusammen in diesem Fall nur digital zusammenzuarbeiten. Vielleicht schaffen wir es irgendwann mal wieder auf einem Podium zusammen.
Ralf: Sehr gerne.
Moritz: Ich hoffe, du erinnerst dich? Ich weiß gar nicht mehr, wo das war.
Silke: In Sehnde oder so genau. Unbedingt jederzeit.
Joscha: Ganz herzlichen Dank für eure Gedanken.
Silke: Danke für den Film.
Joscha: Danke euch.
Ralf: Ja, herzlichen Dank.
Moritz: Alles Gute. Macht es gut.
Silke: Tschüss. Vielen Dank.
Moritz: So, jetzt sind wir wieder zu zweit. Also virtuell und real zu zweit.
Ralf: Genau.
Moritz: Wir haben noch Zeit. Und ich habe auch noch was vorbereitet.
Ralf: Ich bin gespannt.
Moritz: Und zwar eine neue Rubrik. Also, wir haben ja schon einige Rubriken, aber eine Rubrik hat gefehlt. Und zwar habe ich mir überlegt, was ich machen würde, wenn ich der Bestimmer wäre, also der Bestimmer. Also du kennst ja diesen-
Ralf: Das haben wir doch früher gespielt. Heute bin ich Bestimmer.
Moritz: Ja, oder man hat gesagt, du bist nicht der Bestimmer. Ja, aber heute bin ich der Bestimmer. Oder zumindest in dieser Rubrik bin ich der Bestimmer. Und ich darf irgendwas bestimmen, was mit Social Media zu tun hat. Vielleicht wird es ja umgesetzt? Ich weiß es nicht. Aber erst mal kommt der Jingle.
Jingle: Wenn ich Bestimmer wär, wär ich Bestimmer.
Ralf: Ein sehr eleganter Jingle.
Moritz: Ja.
Ralf: Anders als die anderen. Auf jeden Fall.
Moritz: Ja, gut. Er ist nicht. Er ist nicht so laut. Vielleicht In dieser Rubrik habe ich oder falls du mal der Bestimmer sein möchtest, die Möglichkeit, etwas zu beschreiben, mit der wir die Welt verbessern. Und in diesem Fall wäre ich der Bestimmer vielleicht in der Europäischen Union oder in Deutschland. Und ich darf ein Gesetz erlassen und das Gesetz, das ich erlasse, hat mit Falschmeldungen und Desinformationskampagnen auf Social Media zu tun.
Ralf: Ja, nach wie vor ein wichtiges Thema. Auf jeden Fall.
Moritz: Ein großes Problem nicht nur für Kinder und Jugendliche ist, dass auf Social Media Unwahrheiten verbreitet werden. Und bei manchen Unwahrheiten kann man sagen Das ist völlig in Ordnung, wenn es sich dabei um Unterhaltung handelt. Also ein Spielfilm zum Beispiel ist ja auch nicht verpflichtet, jetzt alles so darzustellen, wie es wirklich war, sondern es kann sich eine Geschichte ausdenken und die dann auch realistisch darstellen. Schwierig wird es dann, wenn etwas die Realität darstellen soll. Also wenn ich jetzt journalistisch arbeite und dann erwarten die Zuschauerinnen und Zuschauer, dass die dargestellten Sachverhalte gründlich recherchiert sind und auch tatsächlich sich so zugetragen haben oder so sind. Und das gleiche würde ich auch von einem Politiker oder einer Politikerin erwarten. Wenn jetzt meinetwegen irgendjemand unterstellt der Bundesregierung, dass sie das Gymnasium abschaffen will. So jemand sagt, die Bundesregierung will das Gymnasium abschaffen und deswegen ist die Bundesregierung ein Problem. Und man sollte lieber mich wählen, weil ich das Gymnasium nicht abschaffen will.
Ralf: Und wenn ich das in einem Video sehe höre, dann würde ich auch erwarten, dass das so ist, dass das, was der Politiker sagt, dass das Gymnasium abgeschafft werden soll, auch so ist.
Moritz: Wenn ich der Bundesregierung einen Vorwurf mache, dann sollte das auch mit Fakten belegt sein.
Ralf: Aber leider ist es nicht so, es wird auf Social Media tatsächlich sehr viel gelogen.
Moritz: Und wie gesagt, im Rahmen von Kunstfreiheit finde ich das auch völlig in Ordnung. Aber es darf nicht so sein, dass ich versuche, mit einem Video jemanden zu manipulieren. Und wenn ich jetzt der Bestimmer wäre, dann würde ich folgende Regel einführen. Jede Lüge muss richtiggestellt werden. Stell dir vor, eine Person, nennen wir sie-
Ralf: Peter.
Moritz: Warum Peter? Ja. Von mir aus.
Ralf: Ist doch ein schöner Name.
Moritz: Ja. Okay, Peter. Also, Peter behauptet auf Tiktok, dass die Bundesregierung das Gymnasium abschaffen will und nur er würde das nicht machen. Und deswegen soll man ihn wählen und er würde dafür sorgen, dass es das Gymnasium weitergibt. Und alle Nutzerinnen und Nutzer, denen dann das Video angezeigt wird, die haben die Möglichkeit, dann einen Button auszuwählen mit Achtung Lüge! Weil die Bundesregierung das gar nicht gefordert hat. Und wenn jetzt viele Leute das gemacht haben, etwas als Lüge deklariert haben, dann wird die Social Media Plattform vielleicht YouTube oder Tiktok auf das Video aufmerksam. Und jetzt muss ein unabhängiges Gremium beauftragt werden, die Fakten zu checken. Zu diesem Video hier kann bestimmt auch irgendeine KI dann helfen.
Ralf: Klar, so eine KI würde ja wahrscheinlich ganz schnell herausfinden, dass das niemand fordert. Dass das abgeschafft wird, dass das Quatsch ist.
Moritz: Genau das denke ich auch. Und jetzt wird ganz automatisch ein Video erstellt, in dem dann die Wahrheit dargestellt wird. Also meinetwegen, das kann auch eine KI generierte Person sein, die dann in die Kamera sagt, dass das, was Peter da behauptet hat, nämlich dass die Bundesregierung da das Gymnasium abschaffen will, dass das nicht stimmt, sondern dass er sich das nur ausgedacht hat oder was auch immer. Und jetzt wird die Plattform dazu verpflichtet, allen Menschen, die das Video mit der Lüge gesehen haben, das Video mit der Richtigstellung anzuzeigen.
Ralf: Okay, ich verstehe. Das taucht dann also zwischen den Videos, die ich sonst gucke, einfach so auf als Korrektur, als Richtigstellung.
Moritz: Genau. Es wird auf jeden Fall angezeigt, weil du das andere Video gesehen hast. Und wie das jetzt genau ist. Ob du das dann abbrechen kannst oder so, da müssen wir noch mal ein bisschen genauer drüber nachdenken. Das ist jetzt nicht die Aufgabe von Bestimmer. Aber auf jeden Fall werden so Lügen aufgedeckt und die Nutzerinnen und Nutzer merken, wann sie da wieder von wem manipuliert wurden.
Ralf: Ja, ich kann. Ich kann mir auch vorstellen, dass wenn ich jetzt einer Politikerinnen und Politiker folge, der jeden Tag Videos hochlädt, in die dann auch fast jeden Tag gelogen wird, dann wäre ich wahrscheinlich immer noch sehr schnell genervt, weil dann ja immer diese Korrekturen und Richtigstellung kommen würden.
Moritz: Ja, ich finde das total geil, weil auf die Weise kriegst du mit, dass du da jemandem folgst, der oder die sehr oft die Unwahrheit behauptet.
Ralf: Ja, und irgendwann würde ich die Person dann wahrscheinlich auch deabonnieren.
Moritz: Weil das nervt. Und auf die Weise müssen dann eigentlich alle Menschen aufpassen, möglichst wenig zu lügen, weil sonst die Follower genervt sind und Followerinnen von den ganzen Richtigstellungen und einem dann nicht mehr folgen. Ich glaube, es wird dann wirklich auch weniger gelogen.
Ralf: Ja Moritz Ich finde, das ist echt eine richtig gute Idee.
Moritz: Ja, das finde ich auch. Und wäre ich der Bestimmer, dann würde ich das jetzt einführen. Aber bin ich nicht.
Ralf: Schade. Aber die Idee gibt es.
Moritz: Die Idee gibt es Genau. Falls du mal Bestimmer sein willst, denk dir was aus und sag Bescheid. Dann bist du auch mal der Bestimmer.
Ralf: Okay,
Jingle: Wenn ich Bestimmer wär, wär ich Bestimmer.
Ralf: Ja, ich glaube, da muss ich mir wirklich mal was ausdenken.
Moritz: Kommen wir zu den Rückmeldungen.
Ralf: Stimmt, die sind noch offen.
Moritz: In der vorletzten Folge habe ich etwas nicht so richtig glücklich formuliert. Und zwar habe ich Signal mit WhatsApp verglichen.
Ralf: Der Hintergrund war, dass wir beschrieben haben, dass es bei den Kinderkonten bei WhatsApp die Möglichkeit gibt, den Status komplett abzuschalten. Das fanden wir beide eigentlich, ich würde sagen, ganz gut, weil es Kindern passieren kann, dass sie nicht mehr so den richtigen Überblick haben, wer das alles sehen kann, was sie in den Status posten.
Moritz: Ich glaube, das gilt nicht nur für Kinder, sondern eigentlich für alle Menschen. Also man stellt den Einstellungen von WhatsApp ein, wer den Status sehen darf. Und dann hat man da vielleicht noch irgendwelche Menschen da drunter, an die man sich gar nicht mehr erinnern kann, dass man die da mal eingerichtet hat. Dazu kommt dann vielleicht noch das Problem, dass man nur an ganz bestimmte Leute denkt, wenn man jetzt den Status hochlädt und vergisst, dass da logischerweise-
Ralf: Auch noch andere sind.
Moritz: Genau. Und deswegen finde ich es grundsätzlich gut, dass Eltern den Status deaktivieren können.
Ralf: Was jetzt allerdings noch nicht geht, sondern erst, wenn die Kinder Konten dann da sind. Und wir hatten überlegt, dass ein Kinderkonto bei WhatsApp vielleicht sogar besser ist als Signal, weil Eltern bei Signal die Story, so heißt es da, nicht abschalten können.
Moritz: Genau. Und der Vergleich zwischen der Story und dem WhatsApp Status ist nicht so ganz korrekt, weil du kannst jedes Mal, wenn du etwas in die Story postest, individuell für jedes Mal einstellen. Wer soll was sehen? Der Dialog ist direkt dann verfügbar und deshalb würde ich sagen, das ist tatsächlich auch für Kinder oder generell besser gelöst für Menschen, die ihre Privatsphäre schützen wollen. Und von daher das haben wir so ein bisschen unvollständig dargestellt.
Ralf: Von daher ist es vielleicht auch wichtig, dass wir das hier noch mal ganz deutlich so gesagt haben.
Moritz: Genau. Wir als Podcast befolgen die Regel, die ich als Bestimmer aufstellen würde, schon jetzt und stellen alles richtig, was falsch war.
Ralf: Wobei es nicht nicht falsch war, was wir gesagt haben. Es war vielleicht ein bisschen unvollständig, aber eigentlich auch nicht schlimm.
Moritz: Wir haben noch. Zur letzten Folge haben wir ganz viele Rückmeldungen bekommen. Ich hatte ja so ein bisschen die Sorge, dass wir da vielleicht auch ein bisschen zu persönlich oder ein bisschen zu sehr in die Tiefe gegangen sind. Zum Thema digitale Gewalt oder auch Gewalt durch Männer. In einer Rückmeldung wurde gesagt Man freut sich schon auf die nächsten Ansätze oder Gedanken aus unserer Gedanken-Küche fand ich ganz schön. Wir sitzen hier in der Gedankenküche. So viel zu den Rückmeldungen.
Ralf: Moritz was uns jetzt noch fehlt, ist eine Folge zum weiter hören. Hast du dir Gedanken gemacht?
Moritz: Ja, aber jetzt nicht in meiner Rolle als Bestimmer, sondern ich mache einen Vorschlag. Ich möchte die Folge "Kinderfotos im Internet" vom 24. März 2025 vorschlagen. Zum Weiterhören. Ich finde, das passt auch.
Ralf: Ja total.
Moritz: Auch zu ganz vielen Gedanken, die Silke in unserem Gespräch angedeutet hat.
Ralf: Habe ich gerade im Gespräch auch drüber nachgedacht. Das ist auf jeden Fall eine Folge, die super passend ist.
Moritz: Sehr gut.
Ralf: Dann kommen wir zum Ende, würde ich sagen. Und sagen wir mal vielen Dank fürs Zuhören. Wir freuen uns wie jedes Mal über Rückmeldungen über unsere Social Media Kanäle oder direkt bei Spotify oder per Mail an podcast@smiley-ev.de.
Moritz: Bis zum nächsten Mal.
Ralf: Tschüss!
Moritz: Ich liebe das total, wenn wir Gäste in unserem Podcast haben.
Ralf: Wir müssen öfter Gäste haben.
Moritz: Man lernt selber so viel. Also ich zumindest. Ciao Ralf!
Ralf: Tschüss Moritz!