Die Affen rasen durch den Zoo!

Geld verdienen mit YouTube-Videos

Durch einen Zufall kam ich im Sommer dieses Jahres an eine YouTube-Werbepartnerschaft. Jetzt ist es an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Ein Erfahrungsbericht über Glück, Enttäuschung und ein neu gewonnenes Hobby.

ein Beitrag von Adrian Jagusch

Zoos haben mich als kleines Kind immer fasziniert. Mit der Zeit haben sich meine Interessen jedoch geändert und meine Besuche bei den großen und kleinen Tieren wurden seltener. Ausgerechnet am 11.7.2012 stattete ich meinem “Heimatzoo”, dem Zoo Hannover, dennoch einen Besuch ab. Dieser Besuch wurde im Nachhinein der mit Abstand interessanteste.

Ich beobachtete gerade die Giraffen in ihrem Außengehege, als ich merkte, dass nicht nur ein Tier vor mir friedlich graste, sondern ein weiteres direkt neben mir stand.
Es handelte sich um einen ausgewachsenen Schimpansen aus dem benachbarten Affenhaus, der, zum Anfassen nah, auf meiner Seite der Absperrung stand!

Eine ungewöhnliche Begegnung im Zoo

Der Affe schien weder wütend, noch aggressiv zu sein, etwas aufgeregt erkundete er seine neu gewonnene Freiheit. Leicht eingeschüchtert beobachtete ich zusammen mit den umstehenden Besuchern die Expeditionen des Affen, der sich auch nicht davor scheute, uns und unsere abgestellten Rucksäcke etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Es dauerte nicht lange, bis auch Pfleger auf den ungewöhnlichen Besucher aufmerksam wurden. Zu diesem Zeitpunkt war der Schimpanse jedoch bereits ins Giraffengehege geklettert und erkundete das neue Terrain und dessen normale (jetzt panische) Bewohner.

Erst jetzt kam ich auf die Idee, diese ungewöhnliche Situation auf Video aufzunehmen! Ich holte mein Smartphone aus der Tasche und konnte noch einige verwackelte Aufnahmen des Schimpansen im Giraffengehege machen, bevor die Pfleger uns in Richtung Zoo-Ausgang drängten. Langsam wurde mir bewusst, was für Auswirkungen ein Affen-Ausbruch haben musste. Erst vor den geschlossenen Toren erfuhr ich schließlich, dass der Zoo komplett evakuiert wurde, weil insgesamt 5 Schimpansen ausgebrochen waren!

Vom Ausbrecher zum YouTube-Star

Zu Hause angekommen war für mich klar, dass ich die entstandenen Aufnahmen auf meinem YouTube-Kanal veröffentliche. Auch wenn auf den Aufnahmen nicht viel zu erkennen war, sollten andere sie zumindest sehen können. Mehr Gedanken habe ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemacht.



Einige Tage waren vergangen, als ich von YouTube eine E-Mail erhielt. Darin stand, dass eines meiner Videos in kurzer Zeit sehr populär geworden sei, weshalb für mich unter Umständen eine YouTube-Werbepartnerschaft infrage käme.

Ein Traum vom schnellen Geld

Mein erster Gedanke ging an die “großen” YouTube-Kanäle: Künstler wie MysteryGuitarMan oder Y-TITTY, die allein durch das Hochladen von mit Werbung versehenen Videos ihren Lebensunterhalt finanzieren.

Der “Weg zum großen Geld” gestaltete sich jedoch zunächst etwas schwieriger, als erwartet. Zuerst musste bei Google ein Adsense-Konto erstellt werden, das ich anschließend mit meinem YouTube-Kanal verbinden konnte.
Bei YouTube konnte ich dann festlegen, bei welchem Video welche Art der Werbung (z.B. Werbeeinblendung oder Werbeclip vor dem Beginn) angezeigt werden soll. Die Auswahl der passenden Werbung für meine Videos trifft schließlich Google anhand der personalisierten Interessen der Besucher. Die Klicks kommen durch das Video, die Abrechnung findet über das Adsense-Konto statt.

Zwei Tage später war es endlich so weit: Der Kontostand des Adsense-Kontos zeigte statt 0,00 € nun 0,01 € an! Mein erster hart verdienter Cent durch Online-Content! Also wollte ich haben, was mir zustand. Am besten bar auf die Hand (oder zumindest als Vermerk auf dem Kontoauszug).

Chuck Norris liest keine AGB

Erstmals las ich nun das “Kleingedruckte” (das ich natürlich bereits bei der Registrierung bestätigt hatte). Was ich hier las, war für mich wie ein Schlag ins Gesicht: Erst ab einem Kontostand von 10,- € kann ich die von mir gewünschte Zahlungsmethode (darunter auch die Überweisung) auswählen. Das Geld hingegen gibt es erst im zweiten Monat, nachdem mein Kontostand ein Guthaben von 70,- € übersteigt.
Wie sollte ich es bei diesem Tempo jemals zu einer Auszahlung schaffen?!

Der Goldrausch beginnt

Statt zu resignieren, beschloss ich, mehr Videos zu monetarisieren. Ein Video, das ich mit Freunden für die Schule machen musste, sowie ein kurzer Clip von einem Konzert und ein kurzes Auto-Video waren schnell hochgeladen. Als sich die Erfolge (mit Ausnahme des Schul-Videos) nicht einstellen wollten, beschloss ich noch eine weitere, aufwendigere Produktion in Form eines Erklärvideos anzufertigen und hochzuladen.

Seitdem haben sich meine Einnahmen in jedem Monat etwa verdoppelt. Mit einem aktuellen Kontostand von ca. 3,50 € bei etwa 3.000 monetarisierten Videoaufrufen bin ich zwar immer noch weit von der Auszahlungsgrenze entfernt, aber sie ist inzwischen zumindest in absehbare Ferne gerückt.

Ein neu gewonnenes Hobby

Zudem habe ich erkannt, dass ich die Videos nicht für das Geld hochlade. Bei der Arbeitszeit, die ich in einige Videos gesteckt habe, wäre jede andere Arbeit lukrativer. Für die Videoproduktion selbst mache ich meinen Kanal jedoch auch nicht.
Vielmehr sehe ich es als mein Hobby mit der Monetarisierung zu experimentieren und herauszufinden welche Videos mit welchem Inhalt, in welchem Format und mit welchen Stichworten versehen bei YouTube häufig angeklickt werden und welche im Gegenteil kaum Klicks bekommen.

Trotz ihres Star-Charakters können die Affen im Zoo Hannover von neuen Hobbys und spannenden Experimenten derzeit nur träumen. Solange bis ihre Gehege renoviert sind, dürfen sie ihr, jetzt für Besucher gesperrtes, Affenhaus nicht wieder verlassen.

Dieser Beitrag wurde am 07.12.2012 verfasst.
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