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Das Jugendzentrum bei Facebook – wenn, dann richtig!
„Jugendliche dort abholen wo sie sind“ - der Standard der Kinder und Jugendarbeit. Und wo sind sie? Unter anderem natürlich bei facebook. Folglich bietet es sich an, dass Jugendeinrichtungen dort ebenfalls Präsenz zeigen sollten. Allerdings nicht mit einem facebook-Profil, mit dem sich die Besucher der Einrichtung „befreunden“ müssen, sondern richtig: mit einer Seite, die ihnen „gefallen“ kann!
Nicht nur nach der Logik von Facebook schließen Menschen Freundschaften mit Menschen. Einrichtungen können keine Freundschaften schließen, allerdings können Einrichtungen den Menschen gefallen – dies ist bei Facebook ebenso vorgesehen. Dies erfolgt aber über den "gefällt mir"-Button und nicht über eine "Freundschaftsanfrage".
Wünschenswert ist es, wenn insbesondere Jugendliche den Zugang zu ihrem Profil einschränken. Bspw. können sie nur bei Facebook deklarierten Freunden den vollen Zugriff auf die Daten ihres Profils sowie Fotos ermöglichen. „Gehe nur auf Freundschaftsanfragen ein, bei denen du dem Profilinhaber vertraust“ wäre hier der pädagogische Ratschlag. Folgerichtig bedeutet das auch, dass nur vertrauenswürdigen Personen Freundschaftsanfragen geschickt werden sollten. Taucht eine Jugendeinrichtung nun mit einem eigenen Profil bei Facebook auf, ist die logische Folge, dass nach einer geschlossenen Freundschaft die Jugendeinrichtung Zugriff auf die persönlichen Daten des Jugendlichen hat. Aber wer steckt hinter diesem Profil? Der Jugendpfleger? Der Zivildienstleistende? Der Bürgermeister? Prinzipiell ist es zwar möglich, dass der Nutzer seine Freunde kategorisiert und somit den Zugriff auch für Freunde einschränkt – diese Möglichkeit wird aber derzeit von vielen Facebook-Benutzern noch nicht ausreichend genutzt.

Seite anlegen bei facebook
Die Lösung bei Facebook ist die Erstellung einer sog. „Seite“. Auf dieser Seite, die generell auf den ersten Blick einem klassischen Profil entspricht, fehlt die Möglichkeit einer Freundschaftsanfrage. Stattdessen kann per „gefällt mir“ Sympathie mit der Jugendeinrichtung bekundet werden. Andere User sehen dann auf dem Profil der Fans (nicht Freunde) „Person xy gefällt Jugendzentrum xy“, was eine ähnliche Verbreitung nach sich zieht wie eine geschlossene Freundschaft. Der Hauptunterschied liegt darin, dass die Einrichtung NICHT in die Daten der Personen gucken kann, denen die Einrichtung gefällt. Das kann natürlich als Nachteil empfunden werden, wenn man gerade über diese Daten Rückschlüsse auf seine Klientel schließen möchte. Dem sind sich aber viele der Jugendlichen nicht bewusst, sodass eine solche Nutzung von Facebook pädagogisch betrachtet eher fragwürdig ist. Gerade Jugendeinrichtungen sollten mit gutem Vorbild voran gehen und die Nutzung einer Seite bevorzugen!
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