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Magazin > Drogen - und Suchtbericht 2011
Suchtverhalten: Weniger Kiffen – mehr Onlinespielen
Stoffgebundene Süchte - insbesondere das Rauchen - spielen bei Jugendlichen eine geringere Rolle als noch vor wenigen Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesregierung in ihrem vorgelegten Suchtbericht. Allerdings hat sich offenbar das Suchtverhalten verändert: Über eine halbe Millionen Menschen in Deutschland sind demnach „Internetsüchtig“.
Die Drogenbeauftragte der Regierung, Mechthild Dyckmans (FDP) stellte am 17. Mai 2011 den aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung vor. Demnach konsumieren gerade Kinder und Jugendliche wesentlich weniger stoffgebundene Drogen wie z.B. Cannabis. Auch die Anzahl der Raucher generell ist erheblich zurückgegangen. Sorgen bereitet der Drogenbeauftragten allerdings das Mediennutzungsverhalten. Hier entwickelten sich Spiele im Internet zu einem neuen Suchtbereich. Demnach gäbe es 560.000 Internetnutzer in Deutschland, die "überhaupt nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen und sich nicht mehr aus dem Netz hinausbewegen".
Christian Krüger vom STEP Präventionsteam der Drobs Hannover kann eine solche Entwicklung bestätigen. Es kommen vermehrt Hilfesuchende mit der Thematik einer medialen Abhängigkeit in die Beratung „Wir können die Zunahme von Besuchern im Beratungsbereich mit einem problematischen Gebrauch von Computern verzeichnen“, so seine Beobachtung. Doch nutzen nicht nur betroffene selber die Angebotspalette der STEP. "Häufig ist es eine exzessive Nutzung die von besorgten Eltern oder Nutzern thematisiert wird."
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