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Aufpoliert und umbenannt: SchülerVZ, StudiVZ und FreundeVZ
Mit erstaunlicher Geschwindigkeit hat es facebook geschafft, die einstmals in Deutschland beliebtesten Netzwerke der VZ-Gruppe zu verdrängen. Jetzt soll eine gründliche Überarbeitung der VZ-Netzwerke ein Überleben im Konkurrenzkampf sichern.
Die neue Startseite orientiert sich etwas mehr an facebook als früher und wirkt dabei wesentlich übersichtlicher und aufgeräumter. Allerdings trügt hier vielleicht der Schein, weil wir bisher noch keine Werbung entdecken konnten, die in der späteren Praxis diesen Eindruck verändern wird. Derzeit befindet sich das neue Design in einer Testphase, während der das alte wie auch neue VZ genutzt werden kann.
Generell heißen die „Gruppen“ jetzt „Themen“. Es soll also gezielt mit anderen Nutzern themenorientiert diskutiert oder gar gearbeitet werden, ohne dabei eine Gruppenzugehörigkeit in den Vordergrund zu stellen. Das entspricht vermutlich auch viel mehr dem, was inhaltlich klassisch in Gruppen stattfand. Das SchülerVZ wird durch „Klassenraum-Chats“ ergänzt. Bisher gab es häufig von Schülern gegründete Gruppen mit Klassenbezug, diese wäre nun also überflüssig. Diese neue Mentalität erinnert ein wenig an die Circle-Funktionen von Google+.
Außerdem wird das meinVZ in FreundeVZ umbenannt. Die Begründung hierfür „[…] hier sind Freunde unter sich. Alles dreht sich um das private Leben, Beruf, Freizeit […]“ macht deutlich, wie wichtig eine Diskussion um den Freundschaftsbegriff in sozialen Netzwerken ist.
In der Arbeit mit Schulklassen von smiley e.V. spielt das SchülerVZ nur noch in den jüngeren Jahrgangstufen eine Rolle. Nach wie vor gilt natürlich für alle VZ-Netze der Datenschutz nach deutschen Standards – was vieles von dem, was bei facebook Spaß macht, unterbindet. Vielleicht muss das aber nicht unbedingt ein Wettbewerbsnachteil bleiben. Wünschenswert wäre vor diesem Hintergrund, wenn es dem SchülerVZ gelingen würde, die Internet-Anfänger mit intuitiv bedienbaren Privatsphäreeinstellungen und Datenschutzmöglichkeiten zu verwöhnen, so dass sie später genau dies von facebook einfordern – und gegebenenfalls bei den VZ-Netzwerken bleiben.
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