Happy Slapping
"Happy Slapping", zu deutsch etwa "fröhliches Zuschlagen", wird ein erstmals im Sommer 2004 in Großbritannien aufgetretenes Phänomen genannt, bei dem es um eine ganz besonders sinnlose Art der Gewaltanwendung geht.
Um einen kurzen Clip zu produzieren, der dann eine möglichst schnell Verbreitung erfahren soll, suchen sich in erster Linie Jugendliche unbeteiligte Opfer, die dann vor der Handykamera geschlagen, getreten oder anderweitig misshandelt werden. Der "Happy Slapping"-Clip wird dann per
Bluetooth von Handy zu Handy übertragen oder per Internet verbreitet.
Wie oft es in Deutschland zu solchen Attacken kommt, ist schwer zu beurteilen, da die Anzahl der Taten nicht eindeutig statistisch belegt werden kann. Problemtischer sind nach Ansicht von smiley e.V. die Folgen von der Verbreitung der enstprechenden Clips. Diese Clips sind eindeutig jugendgefährdender Natur und können Kinder und Jugendliche auf dem Handy-Display ernsthaft schockieren.
Diese inszenierte Gewalt, die theoretisch jeden treffen kann, wird zur Zeit von der AG sozialwissenschaftliche Forschung und Weiterbildung (asw) e.V. an der Universität Trier untersucht.
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt
smiley - Verein zur Förderung der Medienkompetenz in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.